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Rechtliches

Haftung

Stand: Oktober 2026

Grundsätzliche Haftung

Gesetzliche Grundlage der Haftungsregelung ist das Handelsgesetzbuch (HGB), Viertes Buch, Vierter Abschnitt (Frachtgeschäft). Die MPE.EXPRESS® DWL München UG (haftungsbeschränkt) (nachfolgend „DWL“) ist Spediteur zu festen Kosten (§ 459 HGB) und hat hinsichtlich der Beförderung die Rechte und Pflichten eines Frachtführers. Danach haftet DWL gegenüber dem Auftraggeber nach § 425 HGB für Schäden, die durch Verlust oder Beschädigung des Gutes in der Zeit von der Übernahme zur Beförderung bis zur Ablieferung oder durch Überschreitung der Lieferfrist entstehen.

Nach § 431 HGB ist die von DWL zu leistende Entschädigung wegen Verlust oder Beschädigung auf 8,33 Sonderziehungsrechte (SZR) je Kilogramm des Rohgewichts der Sendung begrenzt — bei Beschädigung oder Verlust nur eines Teils der Sendung auf das Rohgewicht des entwerteten Teils. Bei Überschreitung der Lieferfrist ist die Haftung auf den dreifachen Betrag der Fracht begrenzt (§ 431 Abs. 3 HGB).

Haftungsbegrenzung im Gütertransport

Im Regelfall gilt der gesetzliche Haftungshöchstbetrag von 8,33 SZR je Kilogramm Rohgewicht. Das entspricht, abhängig vom Tageskurs des Sonderziehungsrechts, etwa 10 Euro je Kilogramm.

Bietet Ihnen die gesetzliche Höchsthaftung keinen ausreichenden Schutz, kann bei Auftragserteilung eine Transportversicherung auf Grundlage einer Wertangabe abgeschlossen werden. Die Prämie richtet sich nach dem angegebenen Warenwert und steht in der Preisliste. Die Versicherung gilt nur für den jeweils beauftragten Transport. Die Entschädigungshöchstgrenze beträgt auch mit Transportversicherung 25.000 Euro je Sendung (Abschnitt 6 unserer AGB).

Haftung nach ADSp 2017

Abweichend von der Haftung nach HGB haftet DWL für Versendungen im Sammelverkehr (Paket-, Stückgut-, Standard- und Expressversand, national und international) nach den Allgemeinen Deutschen Spediteurbedingungen 2017 (ADSp 2017). Auf Verträge mit Verbrauchern im Sinne von § 13 BGB finden die ADSp keine Anwendung (Ziffer 2.4 ADSp 2017); dort gilt die gesetzliche Haftung nach HGB.

Eine internationale Beförderung auf der Straße kann dem Übereinkommen über den Beförderungsvertrag im internationalen Straßengüterverkehr (CMR) vom 19. Mai 1956 unterliegen. Die CMR und die internationalen Luftverkehrsabkommen regeln und begrenzen die Haftung des Frachtführers bei Verlust, Beschädigung oder Verspätung des Frachtgutes.

Waffen und Munition

Für Sendungen mit Waffen oder Munition gelten zusätzlich die Annahmebedingungen in Abschnitt 4 unserer AGB. Schäden, die auf einen Verstoß gegen diese Annahmebedingungen zurückgehen — insbesondere fehlende Berechtigung, geladene Waffen, unzulässige Munition, unzureichende oder inhaltsverratende Verpackung — sind vom Versicherungsschutz ausgenommen; der Absender haftet insoweit selbst und stellt DWL von Ansprüchen Dritter frei.

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